Heute keine Gewaltdarstellungen (03.05.2002)

Wir unterstützen das Anliegen der Herren Stoiber, Schröder und Schily, die Darstellung exzessiver Gewalt in den Medien zu beschränken. Deshalb berichten wir heute nicht

Stattdessen weisen wir euch darauf hin, dass sich auch heute wie an jedem ersten Freitag im Monat -- Regen hin, Nebel her -- um 17 Uhr am Uniplatz ein paar nette Leute zur Critical Mass Heidelberg treffen werden und dass danach um 20 Uhr ein mit Szenen exzessiver Gewalt gespickter Film über die nicht gebaute WAA in Wackersdorf im Gumbelraum im Karlstorbahnhof laufen wird.

Unseren Mitmedien von ZDF, SAT.1 und ntv empfehlen wir schließlich, statt dauernder Beiträge über Derrick, Bond und Scharping lieber mal was zur Situation der wissenschaftlichen Hilfskräfte an den Hochschulen zu senden. Die WiHis sind sozusagen die Leibeigenen im spätfeudalen Ständestaat Universität -- ohne Urlaubsanspruch, ohne Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder auch nur rudimentären Kündigungsschutz dienen sie vor sich hin. Spätestens im Dritten Jahrtausend sollte es so etwas nicht mehr geben, und so hat sich die Bundesweite Tarifvertragsinitiative der Studentischen Beschäftigten gebildet, die auch gleich ein recht lesenswertes Papier mit "vielen guten Argumenten für sowie einigen schlechten Argumenten gegen einen Tarifvertrag" produziert hat. Ob sich die kleine Broschüre der Darstellung exzessiver Gewalt schuldig macht, hängt wohl von eurem Gewaltbegriff ab.

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