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UNiMUT aktuell: Viel Arbeit für neue SenatorInnen

Pressemitteilung der FSK zum Vorlesungsbeginn

Viel Arbeit für neue SenatorInnen (16.10.2006)

Am 1. Oktober 2006 begann die Amtszeit für die im Sommer neugewählten Senats- und Gremienmitglieder an der Universität Heidelberg. Nach dem gescheiterten ersten Anlauf der Hochschule auf das begehrte Elite-Prädikat hofft die FSK- Studierendenvertretung nun, die wirklichen Probleme an der Universität ins Zentrum der öffentlichen Diskussion setzen zu können.

Im Juni 2006 wählten die Studierenden der Universität Heidelberg ihre VertreterInnen für den Senat und die 12 Fakultätsräte. Die FSK- Studierendenvertretung, der Zusammenschluss aller Fachschaften, erreichte dabei überraschend erneut die absolute Mehrheit (52,5%) und damit drei von vier Sitzen im Senat (Friedemann Vogel, Adam Rzepecki und Mariana Pinzon-Becht). Nur noch knapp schaffte es die Grüne HSG (15,6%) auf den vierten Platz im Senat (Anna Christmann), nachdem sie im vergangenen Jahr viel Wählersympathie auf Grund mangelnder Arbeitstransparenz verspielt hatte. RCDS, Juso- HSG und die Spaßliste "Die Liste" gingen leer aus.

Die bisherigen und neuen studentischen VertreterInnen in den Universitätsgremien erwarten für das kommende Semester weiterhin viel Arbeit. Abgesehen von den zum Sommersemester erstmals erhobenen Studiengebühren von 500,- € und den Bemühungen, die negativen Folgen bei der Einführung von BA/MA- Studiengängen in Grenzen zu halten, gilt es den Fachschaften vor allem, die derzeit vom Elitediskurs verdeckten Probleme bei den Geistes- und Sozialwissenschaften in der Öffentlichkeit zu diskutieren. "Der für dieses Jahr verlorene Elitewettbewerb enttäuscht uns dabei weniger", erklärt Friedemann Vogel, "denn die Probleme liegen woanders". So fehle es in vielen geistes- und sozialwissenschaftlichen Instituten bereits an Geld für neue Bücher, an Lernmaterialien, aber auch an Prüfern, kritisiert der Studierendenvertreter. "Viele in existentielle Finanznot gebrachte Institute müssten längst Konkurs anmelden, würden Studierende nicht ehrenamtlich den Unterricht mittragen oder aus der eigenen Tasche die Bibliotheken füllen."

Die FSK- Studierendenvertretung kündigt für die kommenden Monate verstärkte Informations- und Protestveranstaltungen an, um von ihrer Seite der 'nicht-exzellenten' Situation an ihrer Universität zu begegnen.

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Erzeugt am 16.10.2006

unimut@stura.uni-heidelberg.de