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UNiMUT aktuell: AfH-Resonanz

AfH-Resonanz (23.06.00)

Wir wollen Euch einen Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung vom letzten Mittwoch (RNZ Nr. 141, 21./22. Juni 2000, Seite 3 - Heidelberger Nachrichten) nicht vorenthalten, in dem Rolf Kienle auf den Autofreien Hochschultag (AfH) eingeht. Der Text wurde abgetippt, ein Bild der RNZ-Reporterin Welker mit dem AfH-Plakat "Jobtickets statt Parkplätze" liessen wir weg.

"Die Uni kommt ohne Auto aus"

Autofreier Hoschultag gestern in Neuenheimer Feld - Kritik an der Auto-Politik von Uni und Land

Ein mutiger Satz: "Die Uni kommt ohne Auto aus." Das Motto des gestrigen autofreien Aktionstages vor der Mensa im Neuenheimer Feld lockte eine Menge Studierender, die durchweg mit dem Rad oder zu Fuß kamen. Heidelberg ist mit 30000 Studierenden eine Stadt mit regem Pendelverkehr. Grund genug, die Vorteile öffentlicher Verkehrsmittel und des Fahrrads zu propagieren. "Eine erfolgreiche Veranstaltung," kommentierte Mitorganisator Paul Kappler am Nachmittag den autofreien Hochschultag.

Für die Initiatoren - Öko-Arbeitskreis und "Urmel"-Werkstatt - begann der Tag allerdings in aller Frühe: Um fünf Uhr bereits blockierten sie einen Teil des Parkplatzes, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Mehrere Institutionen und Vereine stellten sich an Ständen vor, darunter auch die Polizei, die wieder Fahrräder codierte. Der Zuspruch war erwartungsgemäß groß: schliesslich kommen in Heidelberg täglich Fahrräder abhanden. Eine Codiernummer hilft beispielsweise bei der Suche nach dem rechtmäßigen Eigentümer.

Unter den stark gefragten "Einrichtungen" des Aktionstages war auch die Radwerkstatt Urmel, die einem Manko des nächtlichen Radverkehrs abhelfen wollte: Sie gab Rücklichter für eine Mark ab. Denn defektes oder überhaupt nicht vorhandenes Rücklicht ist ein erhebliches Risiko für die Radler. Die Urmel-Monteure reparierten bei dieser Gelegenheit gleich noch andere kleinere und größere Wehwechen. Die Radler nutzten die Chance ihrerseits und baten um die eine oder andere technische Hilfe.

Bei der Aktion wurde erneut die Forderung nach mehr Jobtickets laut. Die Verkehrssituation im Neuenheimer Feld wurde als "besonders katastrophal" bezeichnet. Dennoch setzen Uni-Verwaltung, Uni-Bauamt und das Land weiterhin auf das Auto, statt Bus, Bahn und Radfahren zu fördern, war die Kritik.

Die HSB hatte einen Stand aufgebaut. Ausserdem, präsentierten sich die Vertreter von Ökostrom und Carsharing, sowie eine Lebensmittelkooperative. Sie transportiert ihre regionalen Produkte auch mit dem Fahrrad.

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Erzeugt am 23.06.2000

unimut@stura.uni-heidelberg.de